Sekundär- und Tertiärprävention von Long-COVID – Was wir jetzt tun muessen:

Die Behandlung und Therapie von Long-COVID-Erkrankten muss im Gesundheitssystem dringend zur Top-Priorität werden. Auch ist die Unterstützung derjenigen notwendig, die aufgrund von Long-COVID nicht mehr arbeitsfähig sind. Mitarbeiter*innen im Gesundheitssystem benötigen in besonderem Maße Hilfe.

von Iris Haarland, HEALTH-COACHING.com

Etwa 1 von 10 Personen mit anfänglich geringen oder keinen Symptomen haben auch Monate nach der akuten Erkrankung noch Symptome wie z.B. Atembeschwerden, Schlaflosigkeit, Geschmacksstörungen und Müdigkeit. Das meldete das Robert Koch Institut bereits im Sommer 2021.

Alleine in den Niederlanden sind bis Januar 2022 250.676 der Pflegekräfte im Alter zwischen 18 und 69 Jahren positiv auf SARS-CoV-2 getestet (Stichtag 18. Januar 2022, Quelle: RIVM, Rijksinstituut voor Volksgezondheid en Milieu / CBS statline). Mindestens 2000 dieser Beschäftigten im Gesundheitswesen haben sich ratsuchend an die niederländischen Gewerkschaften gewendet, dass sie aufgrund von Long-COVID langfristig arbeitsunfähig sind. Sie brauchen ganz dringend Unterstützung.

Alleine dies ist ein Indikator dafür, dass wir jetzt ganz dringend  mit der Planung und Umsetzung  einer langfristigen Strategie zur Bewältigung der Gesundheitsfolgen der SARS-CoV-2-Infizierten beginnen müssen.

„Mein Appell an die politischen Entscheidungsträger*innen im Gesundheitssystems lautet deshalb:

1. 
|> Gut dosierte Bewegung ist eines der besten Medikamente, die uns zur Verfügung stehen, um den aktuellen Gesundheitsstatus der Menschen wieder zu verbessern. Dieses Medikament ist evidenzbasiert.

|> Es versteht sich also von selbst, dass Sport und Bewegung sowie überhaupt die Möglichkeit, Sport und Bewegung in den Alltag integrieren zu können, eine ganz zentrale Rolle einnehmen muss.

|> In Bewegung sein / sein können ist ein Job für jeden Einzelnen von uns, aber auch ein Auftrag an Arbeitgeber*innen, Städtebauplaner*innen und Gesundheitsexpert*innen. Machen Sie das möglich!

2.
|> Wir benötigen eine Gesamtstrategie sekundäre und eine tertiäre Präventionsstrategie zur Behandlung von Long-Covid

|> Regelmäßige medizinische Checks und Behandlung der Langzeitfolgen einer Covid-19-Infektion sind unbedingt erforderlich.

|>Die Krankenkassen müssen einen gesonderten Long-Covid-Check als Präventionsleistung anbieten. Dieser muss als Standard die Überprüfung der Thrombosewerte mit beinhalten.“

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One Reply to “Sekundär- und Tertiärprävention von Long-COVID – Was wir jetzt tun muessen:”

  1. […] Deshalb benötigen wir jetzt eine Strategie die Menschen dabei hilft mit denFolgen von Long-COVID umzugehen. Wir benötigen eine Strategie zur Sekundär- und Tertiärprävention der Langzeitfolgen einer SARS-CoV-2 Infektion (>klick) […]

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